Auf die Äußerungen des Bundesfinanzministers, Wolfgang Schäuble, an den Hartz IV Leistungen sparen zu wollen reagierte der Vorsitzendes des Arbeitskreises Soziales Roberto Zenker, sehr stark verärgert.
„Man versucht somit wieder einmal die große Last der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Armen der Armen ab zu wälzen.“ Schäuble, so Zenker, „habe anscheinend immer noch nicht erkannt, dass die Hartz IV Leistungsempfänger per Gesetz zu Almosenempfänger gemacht worden sind und hat die Zeichen des Bundesverfassungsgerichtes, welches die Hartz IV Leistungssätze zu Recht für Verfassungswidrig erklärt hat, noch nicht erkannt. Das allgemeine „rumgedruckste“ der Verehrten Politiker werde immer unerträglicher“ erklärt Zenker. „Liebe Bundespolitik erklären Sie uns, wie Sie endlich Gerechtigkeit schaffen wollen. Vergessen Sie hierbei einmal das ewige Debattieren, handeln Sie.“ fügt Zenker hinzu.
Auch sein Vereinsfreund Markus Kowollik prangert die Ungerechtigkeit der Bundespolitik an „wieder soll derjenige, der schon nichts mehr in der Tasche hat zu Kasse gebeten werden und mit Steuererhöhungen, wie von SPD, Grünen und Linken gefordert, soll der Arbeitnehmer wieder die Zeche zahlen.“ “Warum wird nicht der Staat mal genauer unter die Lupe genommen?“ fragt Kowollik. „Warum wird nicht endlich die Länderfusion auf den Weg gebracht, denn mehrere Bundesländer sind doch nur noch Schuldenverwaltungsapperate“ erklärt er. Mit der Neuordnung und Verkleinerung der Anzahl der Bundesländer, wäre mit Sicherheit viel Geld zu sparen und die Spaltung der solidarischen Gemeinschaft verhinderbar.“ Als Ursache das hier nicht gehandelt wird führt Kowollik an „Es ist doch ganz offensichtlich, das es hier um Machterhalt der Parteien geht und zum Wohle des deutschen Volkes dann keine Bedeutung mehr hat.“ Als Fazit nennt Kowollik „es wird höchste Zeit das neue Politiker in deutsche Parlamente aller Ebenen gewählt werden müssen, die bereit sind im Interesse der Bürger unseres Landes neue Wege zugehen.“
Zenker, greift in diesem Zusammenhang auch die Kommunalpolitik Leipzigs an, „der Herr Oberbürgermeister äußert sich zu allem möglichen, aber nicht zu dem, wie er den Titel Armutshauptstadt Sachsens wieder loswerden möchte. Ein Beschäftigungsprogramm der Stadt fehle gänzlich“, so Zenker. „Wo sind die groß angelegten Förderprogramme für die Armen der Stadt? Wann fangen die Damen und Herren Stadträte an, hier einmal etwas fordernder Nachzufragen?“ Die Beschäftigung der Kommunalpolitik mit der Misswirtschaft in den Wasserwerken ist wichtig aber warum wird überlegt, wo es jetzt etwas zu kürzen gibt im Stadthaushalt zu Lasten des Leipziger Bürgers?“ fragt Zenker. „Die Verursacher des KWL Skandals sind Strafrechtlich und Zivilrechtlich zur umfänglichen Verantwortung zu ziehen.“ erläutert Zenker.
„Auch die Aufsichtsräte die kläglich versagt haben sollten auf die Anklagebank um Ihr tatenloses handeln zu erklären“ ergänzt Kowollik. „Damit würde der Stadt nur mittelbar ein Schaden entstehen, wenn all diese Verantwortlichen auch mit Ihrem privaten Vermögen, für Ihr nicht handeln in den Gremien bestraft werden würden!“ fügt Kowollik hinzu, „hier wird deutlich, dass die Parteien wenn es um die Verantwortung für diese Misswirtschaft geht, alle Schuld auf ein Bauernopfer abwälzen und weiter machen wie zu vor und sich dabei natürlich einig sind“ stellt Kowollik fest.
Lieber Finanzbürgermeister, wenn von den Verantwortlichen nichts mehr zu holen ist um die Löcher, welche durch das Versagen der Manager und der Ausichträte gerissen wurden, zu stopfen, dann Verkaufen Sie die Forderung, denn das sollte doch in Ihrem Interesse sein!. Das geht nur mit Verlust aber lieber einen Spatz in der Hand als die Taube (Pleitegeier) auf dem Dach, bevor ein totaler Verlust zu vermelden ist und die Ärmsten der Stadt dies wieder ausbaden müssen.“ So die Anmerkungen von Zenker.
Zenker äußerte sich zwar etwas polemisch über die Äußerungen der FDP Stadrratsfraktion im Zusammenhang mit dem Sozialticket aber bringt es eigentlich auf den Punkt, „ Die FDP Stadtratsfraktion in Leipzig ist dem selben Realitätsverlust erlegen wie Ihr Bundesvorsitzender“ macht Zenker deutlich.
Auch Kowollik erkennt hier Fehlentwicklungen und erklärt“ es ist schon merkwürdig wenn der ÖPNV der Stadt eingeschränkt werden soll und immer weniger Investitionen im Interesse aller durch die LVB möglich werden aber die Kommunalpolitik mit Godwanaland und Kongresshallen das Geld verpulvert!“ reagiert Kowollik empört. „Ich bin ja bereit anzuerkennen, das man nicht alles mit einmal realisieren kann aber wnn das nicht im ÖPNV möglich ist, dann aber solche Gelder lieber in Schulessen für unsere Kinder oder in ausreichende Kitaplätze , oder in die Sanierung verkommener Schulgebäude im Interesse unserer Kinder investiert werden, die von allen Parteien ja immer als die Zukunft propagiert werden“ resümiert Kowollik.
Beide Kommunalpolitiker sind sich dabei einig, dass die Maßgabe „erst das Notwendige und dann das Wünschenswerte“ wieder in die Köpfe der Politiker aller politischen Ebenen muss.


Markus Kowollik & Roberto Zenker
Arbeitskreis Familie, Jugend, Schule, und Soziales