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Politische Bilanz 2010: Machen wir den Laden dicht in Grünau?

Liebe Grünauer,

es ist an der Zeit eine politische Bilanz in Grünau zu ziehen, damit Sie sich ein Bild machen können. Ich zeige Ihnen meine Sicht über das politische Handeln in der Ratsversammlung.

Das vergangene Jahr war für uns in Grünau kein gutes Jahr. Fortlaufend werden systematisch immer mehr kommunale Angebote in Grünau zurückgefahren.

Angefangen hat es mit den Schulfusionen im vorvergangenen Jahr. Statt sanieren, Dicht machen. Es muss doch klar sein, welches junge Paar, zieht mit Ihrer Familie in einen Stadtteil, wo schon der Schulweg ein Problem wird?

Soziokulturelle Zentren wie das OFT Olympic wurde  zugemacht. Die Völkerfreundschaft platzt bald auseinander. Sollte nicht im Interesse von uns allen, ein vielfältiges Angebot geben? Ich fürchte um das gesellschaftliche Klima in Grünau.

Weiter wurde das Sicherheitsgefühl, mit der Verlegung des Polizeireviers nach alt West, erheblich beschädigt. Die Folge ist, dass immer mehr Grünauer Ihre Heimat verlassen, weil Sie einen Anstieg der Krimminalität in Grünau befürchten.

Im vergangenen Jahr wurde dieser Kurs beibehalten und mit der Busnetzreform „Netz 2010“ weiter der Stadtteil benachteiligt.

Zwei Straßenbahnlinien sind eingekürtzt worden. Jung und alt müssen sich jetzt in die Busse quetschen. An unseren älteren Mitbürger haben die Stadträte wohl ehr kein Interesse. Das für die vielen Senioren in Grünau, dass ÖPNV Angebot verschlechtert worden ist, erklärt von den politischen Handelnden niemand.

Die Spitze des politischen Versagens stellt die sogenannte „original soziale“ Partei die Linke dar. Die Stadträte dieser Partei sind an den Menschen die in Grünau leben, wohl kaum Interessiert, denn all diese Dinge sind von diesen Stadträten mitgetragen worden. Im Jahre 2009 Liesen diese Damen und Herren sich für das Sozialticket feiern und mit dem Werbeslogan „Ein lebendiges Grünau ist unser aller Anspruch“ von Ihnen wählen. Das perfekte Täuschungsmanöver, denn es stellt sich schon die Fragen…

  • Welche Familie lässt sich in Grünau nieder, wenn es kaum noch Schulen gibt oder in einem Katastrophalen Zustand sind?
  • Welche Familie zieht es nach Grünau, wenn ein soziokulturelles Leben kaum noch vorhanden ist um unseren Kindern gesellschaftliches Leben zu zeigen?
  • Welche Familie hat ein Interesse in Grünau zu leben, wenn es kein eigenes Polizeirevier vor Ort hat und kein Sicherheitsgefühl vermittelt werden kann?
  • Was nützt mir das Sozialticket, wenn der ÖPNV immer weiter verschlechtert wird und ich diesen gar nicht mehr nutzen kann?

Unter der Tarnung, man mache sich Sorgen um die Menschen in Grünau, rief der Stadtrat Sören Pellmann  (die Linke) zu Weihnachten die Bürger Grünaus zum Wiederstand, gegen die geplante Schließung der Außenstellen der Stadtverwaltung auf. Er ist an Heuchelei nicht mehr zu übertreffen, denn 9 Tage vor Weihnachten, am 15.12.2010 stimmte auch die Linke dem Haushaltsplan der Stadt Leipzig zu. In diesem wurde auch die Schließung der Außenstellen festgeschrieben.

Aus meiner Sicht ist Grünau zum Sparesel für die Stadt Leipzig geworden und wird vermutlich weitere Einschnitte im gesellschaftlichen Zusammenhalt erfahren. Keine gute Prognose für die Zukunft aber ich bin nicht an trixen, tarnen und täuschen interessiert. Das die Stadträte von Grünau sich nicht für ihre Wähler einsetzen ist für mich kaum zu glauben, denn haben wir sie nicht ins Rathaus gewählt um unsere Interessen im Stadtteil zu vertreten?

Für mich ist besonders tragisch, dass wir keinen wirklichen Vertreter für Grünau in der Ratsversammlung haben. Auch wenn ich vorerst nur zusehen darf  und die politischen Entscheidungen hinnehmen muss, verspreche ich Ihnen schon Heute, mich auch zur nächsten Stadtratswahl zu bewerben. Mein Interesse liegt in der Entwicklung des Stadtteils, damit auch in Zukunft unser Stadtteil eine Zukunftsperspektive für die Menschen in Grünau erhalten und wieder verbessert  wird.

Es grüßt sie…

Ihr Markus Kowollik

One Response to “Politische Bilanz 2010: Machen wir den Laden dicht in Grünau?”

  1. Manuel Kuzaj
    Januar 16th, 2011 20:23
    1

    Hallo Markus,

    ich kann dir in deinen Bemerkungen über die Vernachlässigung Grünaus nur zustimmen. Man kann diese, leider viel zu lange “Liste” auch noch um die Punkte “Schließung des Bürgeramtes an der Stuttgarter Allee” und die “Stilllegung der S1″ (siehe dazu auch meinen Beitrag auf der Seite deines ehemaligen kommunalpolitischen Vereins) ergänzen.
    Wirklich traurig was hier passiert.

    Beste Grüße
    Manuel

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