Technisches Zentrum Heiterblick Ade`?
Liebe Mitbürger,
eines der wichtigsten Zukunftsprojekte, das technische Zentrum Heiterblick der LVB steht vor dem aus! Gut 15 Jahre hat die Entwicklung dieses Projektes, durch alle politischen Ebenen, angedauert.
Bild LVB
Nun wo dieser Prozess sein Ende gefunden hat und alle Voraussetzungen geschaffen worden sind, wird der Baustart des Zentrums durch die sächsische Staatsregierung, insbesondere durch den Wirtschaftsminister Morlok (FDP) blockiert.
Es ist schon erstaunlich, dass ein ehemaliger Stadtrat und Aufsichtsratsmitglied der LVB, mit fragwürdigen Aussagen das Projekt scheitern lassen will. Herr Morlok spricht davon „Die LVB Gruppe hätte hier früher handeln müssen!“ Das Herr Morlok all die Jahre mit im Aufsichtsrat der LVB gesessen hat und diesen Prozess mitgetragen hat, ist dem sächsischen Wirtschaftsminister offensichtlich entfallen. Sich nun Heute hinzustellen und diese Aussagen zu treffen sind aus meiner Sicht skandalös! Meine Vermutung ist das Herr Morlok einen Weg der Privatisierung der LVB über Umwege versucht durchzusetzen.
Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass die LVB im Hinblick auf dieses technische Zentrum Heiterblick, keine Investitionen in mehrere Bahnhöfe mehr veranlasst hat. Verständlich aus meiner Sicht, denn jeder Euro war wichtig für dieses Großprojekt. Jetzt steht die LVB vor einem großen Problem, denn wenn dieses Zentrum nun nicht kommt, werden Investitionen in die Vergangenheit (in die alten Bahnhöfe) notwendig und dieses zukunftsorientierte Projekt wird scheitern. Hinzu kommt, dass diese Ausgaben in die Vergangenheit, finanzielle Probleme bringt. Stellt sich die Frage: „Wenn ein Unternehmen nicht mehr kann, könnte ja ein privater Investor helfen oder?“ 2011 endet der Bürgerentscheid, der den Verkauf oder Teilverkauf der Stadtgesellschaften verbietet. Es bildet sich ab, dass dann ein neuer Versuch unternommen wird, die Investitionsmittel für das technische Zentrum nicht mehr zur Verfügung stehen und somit ein gewisser Zwang ausgelöst werden soll.
Dies ist aus meiner Sicht nicht hinnehmbar, denn der Freistaat verpulvert Millionen in vier Haltestellen des Citytunnels in Leipzig, der vielleicht wünschenswert, aber nicht Notwendig gewesen wäre! Aus meiner Sicht steht die qualitativ Hochwertige Mobilität der Bürger in Ihrer Stadt im Vordergrund! Um diese auch in Zukunft zu gewährleisten, war das technische Zentrum notwendig. Herr Morlok beschädigt den ÖPNV in Leipzig Nachhaltig, denn die daraus entstehenden zusätzlichen Kosten muss die LVB tragen und wird zu Lasten der Qualität gehen. Dies kann zu rückläufigen Fahrgastzahlen führen, die bis jetzt stetig verbessert werden konnten. Wenn diese sich verschlechtern bleibt ein zurückfahren des Angebotes unausweichlich. Das die Mitarbeiter hier Zukunftsängste bekommen ist wohl verständlich.
Wie unfähig die Parteien in Leipzig sind, zeigte sich am 15.September 2010 in der Ratsversammlung.
Mit großer Freude nahmen die Stadträte, die Anteilnahme der Beschäftigten der LVB Gruppe in der Ratsversammlung war.
In Initiative der Beschäftigten wurde eine Stellungnahme der Stadtverwaltung gefordert. Der OB in Leipzig Burkart Jung erläuterte dazu „Wir bemühen uns und suchen den Dialog“. Sehr Lobenswert aber bei weiten nicht ausreichend. Keiner der Stadträte, die sich klar darüber waren, das die Folgen erhebliche Mehrkosten bringen ergriff das Wort. Nur die heuchlerische Linke wollte sich wieder als Heilsbringer darstellen, obwohl auch Sie gerade in der vergangenen Ratsversammlung der Einschränkung des Nahverkehrs in Leipzig zugestimmt haben.
Wenn den Parteien in Leipzig der Nahverkehr wirklich wichtig gewesen wäre, hätte man doch Parteiübergreifend den Druck auf die Landtagsabgeordneten erhöhen können. Niemand der Stadträte war dazu bereit und von den Parteilosen in der Ratsversammlung auch kein Wort. Wieder wird Sichtbar, die Politiker von Stadt und Land sind Ihren Parteien unterwürfig, statt im Interesse und zum Wohle der Bürger zu entscheiden und sich zu positionieren.
Ich sehe mich bestätigt, das es immer wichtiger wird, neuen unabhängigen Kräften in der Politik, auf allen politischen Ebenen eine Chance zu geben.
Ihr Markus Kowollik


