Der Soziale Kahlschlag!
Liebe Leser,
Heute stelle ich einen Gastbeitrag meines Vereinsfreundes Roberto Zenker für Sie zur Ansicht….
Die Risse in der Gesellschaft werden immer sichtbarer und auch ich mache mir große Sorgen um die jungen Menschen- unsere Zukunft!
aber lesen Sie selbst…
Der Soziale Kahlschlag!
Die neue Bundesregierung „Schwarz – Gelb“ hält was Sie vor den Wahlen versprochen hat. Die Gutverdiener entlasten, die Armen gehen uns nichts an. Hurra schwarz ist die Seele und gelb der Guido. Die Regierung erzählt den Armen unseres Landes die Kassen sind leer und den Gut- und Besserverdienern, dass noch ein bisschen zu machen ist. Das erinnert sehr an Honeckers Spruch „Aus den Betrieben ist noch mehr rauszuholen“. Wohin soll das noch gehen?
Da wird im neuen Koalitionsvertrag ausgehandelt, dass der Vermögensfreibetrag für Hartz IV – Empfänger angehoben wird. Ja wo sind wir denn? Welcher Hartz IV–Empfänger hat so viel Geld, dass ihn dies interessieren könnte?
Im Gegenzug wird aber darüber gesprochen, dass die Kosten für Unterkunft und Heizung bundeseinheitlich pauschalisiert werden sollen. Sollen die mal machen! Das klingt nach Sozialismus, aber dabei gibt es einen Haken, die Mieten bleiben bzw. sind nicht pauschalisiert. Wer soll dies wieder bezahlen?
Also bleibt nur eins, rette sich wer kann. Oder aber, unsere Justiz kann sich vor Hartz IV–Klagen nicht mehr retten. Auch aus so einer Situation müsste die Bundesregierung gelernt haben, denn Sie haben sich ja kürzlich (20.10.09) vom Bundesrichter Prof. Papier (Präsident des Bundesverfassungsgericht) einige unangenehme Fragen stellen lassen müssen. Die Politik ist mittlerweile wieder dahin zurückgekehrt, wo wir schon mal waren (1989) bzw. wegwollten, nämlich das Volk für dumm verkaufen zu wollen. Achtung liebe Politiker, es gibt auch ein paar helle Köpfchen unter den Hartz IV–Empfängern.
Der schlimmste Hetzer ist in diesem Falle nicht der unwillige oder überdrüssige, sondern so manch einer aus der Vorstandsetage einer großen Staatsbank.
Ein was Gutes hat das Hartz IV–Gesetz, die angeborene Improvisationstärke der Ossis. Dann kommt doch der Verdacht auf, stolz ein Ossi zu sein.
Liebe Politik, das sind wir auch ohne Nationalismus oder Ähnlichem. Stolz ein Deutscher zu sein, dass kann ich nicht. Dazu fehlen mir Mut, Geld und auch die soziale Integration. Wie gern würde ich mir mal wieder ein Konzert anschauen oder außerplanmäßig in den Zoo gehen, ohne ein ganzes Jahr dafür sparen zu müssen. Ins Konzert könnte ich ja gehen, aber ich habe die Klamotten nicht. Also geh ich nicht, denn sonst bin ich ja wieder der Ausgegrenzte. Alle würden mich blöd anschauen und ich würde mitleidsvolle Blicke erhaschen bzw. fragende: „Was will der denn hier?“. Nee, Schuster bleib bei deinen Leisten, kämpf dich durch und wenn es sein muss auch gegen Windmühlen.
Ich hoffe nur, dass es den Kindern, welche jetzt geboren werden, anders ergeht.
Zweiklassengesellschaft Hurra – ob mit Gesundheit oder Kleiderspende. Der Dumme ist immer der Arme.
Ihr Roberto Zenker
