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Archive for November, 2009

Der Soziale Kahlschlag!

Samstag, November 28th, 2009

Liebe Leser,

Heute stelle ich einen Gastbeitrag meines Vereinsfreundes Roberto Zenker für Sie zur Ansicht….

Die Risse in der Gesellschaft werden immer sichtbarer und auch ich mache mir große Sorgen um die jungen Menschen- unsere Zukunft!

aber lesen Sie selbst

Der Soziale Kahlschlag!

Die neue Bundesregierung „Schwarz – Gelb“ hält was Sie vor den Wahlen versprochen hat. Die Gutverdiener entlasten, die Armen gehen uns nichts an. Hurra schwarz ist die Seele und gelb der Guido. Die Regierung erzählt den Armen unseres Landes die Kassen sind leer und den Gut- und Besserverdienern, dass noch ein bisschen zu machen ist. Das erinnert sehr an Honeckers Spruch „Aus den Betrieben ist noch mehr rauszuholen“. Wohin soll das noch gehen?

Da wird im neuen Koalitionsvertrag ausgehandelt, dass der Vermögensfreibetrag für Hartz IV – Empfänger angehoben wird. Ja wo sind wir denn? Welcher Hartz IV–Empfänger hat so viel Geld, dass ihn dies interessieren könnte?

Im Gegenzug wird aber darüber gesprochen, dass die Kosten für Unterkunft und Heizung bundeseinheitlich pauschalisiert werden sollen. Sollen die mal machen! Das klingt nach Sozialismus, aber dabei gibt es einen Haken, die Mieten bleiben bzw. sind nicht pauschalisiert. Wer soll dies wieder bezahlen?

Also bleibt nur eins, rette sich wer kann. Oder aber, unsere Justiz kann sich vor Hartz IV–Klagen nicht mehr retten. Auch aus so einer Situation müsste die Bundesregierung gelernt haben, denn Sie haben sich ja kürzlich (20.10.09) vom Bundesrichter Prof. Papier (Präsident des Bundesverfassungsgericht) einige unangenehme Fragen stellen lassen müssen. Die Politik ist mittlerweile wieder dahin zurückgekehrt, wo wir schon mal waren (1989) bzw. wegwollten, nämlich das Volk für dumm verkaufen zu wollen. Achtung liebe Politiker, es gibt auch ein paar helle Köpfchen unter den Hartz IV–Empfängern.

Der schlimmste Hetzer ist in diesem Falle nicht der unwillige oder überdrüssige, sondern so manch einer aus der Vorstandsetage einer großen Staatsbank.

Ein was Gutes hat das Hartz IV–Gesetz, die angeborene Improvisationstärke der Ossis. Dann kommt doch der Verdacht auf, stolz ein Ossi zu sein.

Liebe Politik, das sind wir auch ohne Nationalismus oder Ähnlichem. Stolz ein Deutscher zu sein, dass kann ich nicht. Dazu fehlen mir Mut, Geld und auch die soziale Integration. Wie gern würde ich mir mal wieder ein Konzert anschauen oder außerplanmäßig in den Zoo gehen, ohne ein ganzes Jahr dafür sparen zu müssen. Ins Konzert könnte ich ja gehen, aber ich habe die Klamotten nicht. Also geh ich nicht, denn sonst bin ich ja wieder der Ausgegrenzte. Alle würden mich blöd anschauen und ich würde mitleidsvolle Blicke erhaschen bzw. fragende: „Was will der denn hier?“. Nee, Schuster bleib bei deinen Leisten, kämpf dich durch und wenn es sein muss auch gegen Windmühlen.

Ich hoffe nur, dass es den Kindern, welche jetzt geboren werden, anders ergeht.

Zweiklassengesellschaft Hurra – ob mit Gesundheit oder Kleiderspende. Der Dumme ist immer der Arme. Roberto Zenker

Ihr Roberto Zenker

Sparen im Stadthaushalt und Umweltschutz geht in Leipzig nicht?

Dienstag, November 17th, 2009

Liebe Mitbürger,

im aktuellen Haushalt der Stadt fehlen gut  10 Millionen Euro. Wenn man jedoch näher hinschaut lassen wir auch viele Möglichkeiten zum Sparen verloren gehen. Heute möchte ich Ihnen dafür ein Beispiel aufzeigen wo man mit Energieeffizienz  und Umweltschutz im Stadthaushalt sparen kann.

Vor einem Jahr startete der Caritasverband Leipzig e.V. ein Projekt mit dem Namen „Stromsparcheck“. In diesem Projekt wird  nicht nur gespart und Umweltbewusstsein gezeigt sondern für  9 Langzeitarbeitslose eine sinnvolle Beschäftigung geschaffen.  In der Projektbeschreibung ist der Einsatz beim Kunden genau definiert. So werden in  im Stromsparcheckprojekt Bedarfsgemeinschaften im Hinblick auf die sparsame Verwendung von Energie- und Wasserkosten beraten.

Nach einem Jahr ist erfreulicherweise zu vermelden, dass bereits 231 Bedarfsgemeinschaften beraten worden sind und je Haushalt eine Ersparnis von 119 Euro pro Jahr erzielt werden konnte. Die in der Arge  zusätzlich anfallenden Kosten müssen nun nicht mehr vom Steuerzahler getragen werden.

Bei einer näheren Beleuchtung ist festzustellen, wenn bei den aktuellen 46406 (Okt 2009) Bedarfsgemeinschaften, die in ALG II stehen, dieser Stromsparcheck angewandt werden würde, hochgerechnet ein Betrag von  5.522.314 Euro jährlich eingespart werden könnte. Wichtige andere Projekte wie, die weitere Sanierung von Kitas und Schulen könnte ermöglicht werden.

Auch für Sie in den Bedarfsgemeinschaften bringt das Vorteile, im Umweltbewusstsein der Vorreiter zu sein und die Caritas belohnt jeden Teilnehmer mit einer Energiesparlampe und einer energiesparenden  Steckdosenleiste. Hinzu kommt das dieses Angebot für Sie kostenfrei ist.

Anlässlich des ersten Geburtstages des Stromsparcheck können Sie sich zum Tag der offenen Tür am 1.Dezember  in der Caritas in Grünau informieren und anmelden.

Caritas Stromspar-Check
Alte Salzstraße 62
04209 Leipzig

Telefon:  (0341) 9 74 17-67
Fax:       (0341) 9 74 38-56
eMail:      stromspar-check@caritas-leipzig.de

Fazit ist, es gibt Möglichkeiten zu Einsparungen im Stadthaushalt zu kommen und beim Umweltbewusstsein nicht nur auf  teure Werbekampangen  zu setzen.

Es grüßt Sie…  Ihr Markus Kowollik

Die wahre Linke, ein Stasiopfer berichtet…

Freitag, November 13th, 2009

Hallo meine Besucher,

ich habe das Gefühl, das viele vergessen haben oder nicht wirklich wissen, was die Stasi, den Menschen im Unrechtsstaat DDR angetan haben. Allzu oft wird diese schlimme Zeit für die Opfer verharmlost oder andere Unschuldige aus fragwürdigen Gründen damit in Verbindung gebracht.

In Brandenburg hat sich nun ein Opfer der Stasi zu Wort gemeldet und berichtet wie dieser Terror Apparat mit anders denkenden umgegangen ist. Wo die wahren Schuldigen sitzen und wie sie durch die  SPD wieder in Verantwortung kommen, ist ein Sinnbild der Verschleierung und Relativierung der DDR Diktatur.

In Welt Online stellt sich der Heutige CDU Generalsekretär  in Brandenburg den Fragen der Redakteure. Ich möchte damit noch einmal verdeutlichen, warum es zur friedlichen Revolution vor 20 Jahren gekommen ist und welche Umstände dazu geführt haben. Wie in Heutigen Tagen (20 Jahre später) von einigen, einfach die Augen zu gemacht werden und die Stasiopfer verhöhnt werden.

Dieter Dombrowski, CDU-Generalsekretär in Brandenburg, saß in der DDR wegen “versuchter Republikflucht” in Haft. Dass jetzt ehemalige Stasi-Mitarbeiter an der neuen Landesregierung beteiligt sind, ist für ihn unerträglich. Auf WELT ONLINE erzählt er von der Haft und der neuen Angst vieler Stasi-Opfer.

WELT ONLINE: Herr Dombrowski, Sie liefen während der Wahl von Matthias Platzeck zum Brandenburger Ministerpräsidenten in der Häftlingskleidung des ehemaligen Stasi-Gefängnisses Cottbus durch den Landtagssaal. Verträgt sich das mit der Würde des Parlaments?

Dieter Dombrowski: Es verstößt gegen dessen Würde, dass unter dem Koalitionsvertrag der rot-roten Regierung die Unterschriften von zwei Stasi-Spitzeln stehen, die der Fraktionschefin Kerstin Kaiser und des Landesvorsitzenden Thomas Nord. Deshalb habe ich die Kleidung gewählt, die mehr als 200.000 DDR-Bürger als politische Häftlinge über Jahre tragen mussten.

WELT ONLINE: Sie wurden 1974 wegen „versuchter Republikflucht und staatsfeindlicher Verbindungsaufnahme“ zu vier Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Welche Erfahrungen haben Sie während der Haft gemacht?

Dombrowski: Ich wurde als 24-Jähriger inhaftiert. In der Zelle mit 40 Quadratmetern waren 28 Gefangene eingepfercht. Vier Betten übereinander, zwei Kaltwaschbecken und eine Toilette in der Mitte: So war das. Wir mussten im Drei-Schicht-System für 15 bis 20 DDR-Mark im Monat arbeiten. In Cottbus haben Gefängniswärter vor allem die politischen Gefangenen brutal misshandelt. Zwei von ihnen sind deshalb nach 1990 zu Haftstrafen verurteilt worden.

WELT ONLINE: Sie sind jetzt Abgeordneter und CDU-Fraktionsvize im Landtag. Als ehemaliges Opfer des SED-Regimes nehmen Sie aktiv am gesellschaftlichen Leben teil. Eine Ausnahme oder die Regel?

Dombrowski: Die Mehrzahl derjenigen, die sich in der DDR aufgelehnt hatten, ist enttäuscht und heute materiell schlechter gestellt als die Täter von einst.

WELT ONLINE: Platzeck sieht die Täter und ihre Helfershelfer im Abseits. Wurden in Brandenburg SED-Funktionäre und Stasi-Mitarbeiter in den letzten 20 Jahren ausgegrenzt?

Dombrowski: Das Gegenteil ist der Fall. In Brandenburg erfolgte ein Transformationsprozess fast ohne personelle Brüche. Unser Land bildet da im Osten eine Ausnahme. Gleich in Bataillonsstärke sind ehemalige Stasi-Mitarbeiter beispielsweise in den Polizeidienst übernommen worden – 220 hauptamtliche Offiziere und fast 1300 Stasi-Spitzel. Sogar im Staatsschutz üben ehemalige Geheimdienstkader verantwortliche Funktionen aus.

WELT ONLINE: Seinen Versöhnungsappell begründet Platzeck mit dem SPD-Vorsitzenden Kurt Schumacher. Der sei nach 1945 schließlich auch auf Mitglieder der Waffen-SS zugegangen. Überzeugt Sie das?

Dombrowski: Historische Vergleiche hinken oft. Herr Platzeck weiß, dass sein Bündnis mit der Linken schwer zu begründen ist, und zwar deshalb, weil Stasi-Mitarbeiter in exponierter Funktion eingebunden sind. Verzweifelt sucht er deshalb nach Rechtfertigungsgründen.

WELT ONLINE: Schumacher warnte eindringlich vor „rot lackierten Faschisten“, wie er die SED nannte. Hat Platzeck den falschen Kronzeugen?

Dombrowski: Platzeck hat den verdienten SPD-Vorsitzenden Schumacher mit seinen grundehrlichen und aus eigenem Leid geborenen Überzeugungen für machtstrategische Zwecke missbraucht. Ein rot-rotes Bündnis hätte nie die Zustimmung Schumachers gefunden. Platzecks Vergleich war unpassend und eines Staatsmannes unwürdig.

WELT ONLINE: Hat Brandenburg hinsichtlich der Versöhnung genug für die Opfer getan, gerade auch im Vergleich zu anderen Bundesländern?

Dombrowski: Brandenburg hat so gut wie nichts getan, bis dato gibt es noch nicht einmal einen Stasi-Beauftragten. Erst in den letzten Jahren erfolgte unter der CDU-Kulturministerin Johanna Wanka ein Umsteuern in der Gedenkstättenpolitik. Seitdem sind auch Erinnerungsorte des SED-Unrechts in ein Landesprogramm aufgenommen worden. Das Thema SED-Diktatur hat die SPD gezielt aus dem Schulunterricht herausgehalten. Es ist ebenfalls nur ein Randthema für unsere Landeszentrale für politische Bildung…

WELT ONLINE: …an deren Spitze mit Martina Weyrauch ein ehemaliges SED-Mitglied steht.

Dombrowski: Sie hat in ihrer Doktorarbeit das Rechtswesen in der DDR als Vorbild für die internationale Völkergemeinschaft dargestellt und war dann unter Stolpe Mitarbeiterin der Staatskanzlei. Ausgerechnet sie hat nun erklärt, dass Stasi-belastete Politiker selbstverständlich als Minister geeignet sind. Ehemalige Mitglieder der Diktaturpartei SED sind aus meiner Sicht nicht prinzipiell untragbar. In Brandenburg bekennen sich aber viele von der Linkspartei übernommene Funktionäre nicht zu ihrer Verantwortung. Sie beschweren sich sogar darüber, dass ihr Beitrag zur friedlichen Revolution nicht genug gewürdigt wird. Als ob sie es gewesen wären, die das Regime gestürzt hätten. Das ist oftmals unerträglich.

WELT ONLINE: Der Erneuerungsprozess speziell in den Reihen der Brandenburger Linkspartei ging Ihnen also nicht tief genug?

Dombrowski: Der Erneuerungsprozess verläuft so, dass ehemalige Spitzel verstärkt das Sagen haben. In der Landtagsfraktion sitzt jetzt der hauptamtliche Stasi-Mann Axel Henschke, der Schließer in einem Stasi-Gefängnis war. Damit kokettiert er auf seinen Veranstaltungen: „Guten Tag, meine Damen und Herren, ich bin das Stasi-Schwein.“ Darüber lachen dann immer alle – wie geschmacklos!

WELT ONLINE: Im Koalitionsvertrag heißt es immerhin: „Eine Verklärung der SED-Diktatur wird es in dieser Koalition nicht geben.“

Dombrowski: Das liest sich schön, hat aber wenig mit den Realitäten in Brandenburg zu tun.

WELT ONLINE: Ist Brandenburgs Justizminister Volkmar Schöneburg von der Linken ein würdiger Repräsentant des Rechtsstaates?

Dombrowski: Nein. Letztlich ist die DDR für ihn kein Unrechtsstaat, er verharmlost den Schießbefehl und brandmarkt die Verurteilung der Mauerschützen und SED-Spitzenfunktionäre. Dass SED-Opfer da Angst haben, dass ihre Rehabilitation und ihre Anträge auf Opferrente jetzt anders gesehen werden, ist mehr als verständlich.

Von M. Lutz und U. Müller Welt Online

Bis Heute weigern sich die Nachfolger der SED, sich zu erneuern und die Anerkennung Ihrer Verantwortung den Opfern gegenüber. Ich zeige mich, mit diesen damals entrechteten, geqälten Menschen solidarisch und werde auch über das Jahr 2009 gegen das Vergessen kämpfen.

Es grüßt Sie… Markus Kowollik

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