Warum streitet der Juso Chef in Leipzig Jan Freundorfer (SPD) nicht für ein Stadtjugendparlament, sondern wehrt es ab?
Es ist schon ungewöhnlich, dass der Chef der Jusos in Leipzig Jan Freundorfer (SPD), sich nicht für ein Stadtjugendparlament einsetzt. Ich frage mich warum nicht? Ich hatte es ja schon mal angesprochen, dass es aus meiner Sicht höchste Zeit wird nun die ersten Schritte zu gehen!
In seinen Ausführungen meint Herr Freundorfer „Die mangelnde finanzielle Unterstützung ist das eine Problem“
Ich finde, wer nicht in die Zukunft investiert, wird keine Verantwortungsträger Morgen mehr haben. Wenn man den Haushalt der Stadt mal näher anschaut wird in einigen Etas feststellen, dass es nur an dem Willen der kommunalpolitisch Handelnden liegt. Als Beispiel nenne ich den Kulturetat der erhebliches Sparpotenzial hat. Denn es kann doch nicht sein das gut 80% dieses Etas an drei große Häuser der Stadt geht, die Weltbekannt sind. Im krassen Gegensatz zu 1,3% für die freie Kulturszene!
- Kann man hier wirklich nicht handeln?
- Brauchen wir nicht auch eine gesunde politische Kultur der Zukunft?
Ein weiteres Problem erkennt Herr Freundorfer in dem er sagt „inwieweit solche Formen der demokratischen Beteiligung von den Jugendlichen angenommen werden“ und führt weiter aus „das andere ist die Kompetenzvergabe an diese Jugendparlamente“
Interessant wie ich finde, denn wie wäre es, wenn man die Jugend einmal fragen würde und sich als politisch Handelnde zukunftsweisend, über Fraktionsgrenzen und Parteigrenzen hinaus, mit der Ausgestaltung beschäftigen würde? Warum haben die Jusos sich noch nicht an die Entwicklung gemacht? Ich denke man fürchtet den Einflussverlust der eigenen Organisation! Denn nicht alle Jugendlichen wollen sich einer Partei an schlissen, sondern „frei im Denken und handeln“ an der Mitgestaltung Ihrer Zukunft beteiligen. Der Zwang es gebe nur diesen Weg hält Sie fern. Ich persönlich wäre sehr gern bereit, dafür meinen Beitrag zu leisten!
Warum ich auf den Gedanken des Einflussverlustes komme beantwortet Herr Freundorf selber wie folgt „Wenn eine Partei an sich junge Kandidaten für den Stadtrat hat, ist die Chance groß, dass auch jugendspezifische Themen behandelt werden“ und erklärt weiter „Die Kanäle über Stadtbezirksbeiräte und Stadträte sind wohl erst einmal am vernünftigsten. Die Stadtpolitiker kennen die Hintergründe und entsprechende Entscheidungsträger “. Er selber kandidierte als Stadtrat und deshalb wundern mich diese Ausführungen nicht.
Wie weit die Kommunalpolitik an der Bildung für politisches Interesse der
Jugend interessiert ist konnte zur Bundestagswahl U18 bewundert werden, die eine Woche zuvor stattfand. Nicht einmal 0,1% Wahlbeteiligung der jungen Menschen spricht eine deutliche Sprache! Die politisch Handelnden waren nirgends zu finden, diese Gelegenheit zu nutzen und auch da Wahlkampf zu machen. Es brachte ja keine wirklichen Stimmen nicht war? Auch die SPD hatte Kandidaten. Die Aussage von Herrn Freundorf „Unser Bürgermeister für Jugend und Soziales Dr. Fabian hat ein offenes Ohr für jugendliche Belange“ bleibt daher zu bezweifeln!
Für mich steht fest, dass die Jugend mehr in den Vordergrund gerückt werden muss! Wir sollten sie nicht bevormunden, sondern Sie mit entscheiden lassen!
Es grüßt Sie und euch… Markus Kowollik
